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Abstract
One main topic of classicial invariant theory in the pre-Hilbert era
was the explicit construction of covariants. Up to the present this has been
an interesting challenge. The search for fundamental systems of binary forms
with k= R, C was the major endeavour. A minimal set of covariants with
which every other covariant can be expressed polynomially is called fundamental
system, its elements are called groundforms. Hitherto, only fundamental systems
for binary forms of degree n ≤ 6 and n=8 are known. Besides, since
the 19 century one has known a generating set for n=7 and has had information
about most groundforms for n=9,10,12.
Some algorithms for computing groundforms have been implemented for this
dissertation. With the help of these, it was possible to eliminate all the
unnecessary elements of the generating set of f7.
Moreover, an almost
complete fundamental system of the binary nonic has been computed.
Further computations with these algorithms do not promise to be successful
in finding additional fundamental systems.
Sylvester's tamisage seems to be the only method to gain substantial
information about groundforms without explicitly computing them. While this
method yields correct results for n ≤ 6 and n=8 it has been known for
a long time that it fails for n=7 and 9 ≤ n ≤ 14.
The reason is that too few groundforms are detected.
As is proofed in this dissertation the same applies for n ≥ 15.
Ein Schwerpunkt der klassischen Invariantentheorie in der Zeit vor
Hilbert lag auf der expliziten Konstruktion von Kovarianten.
Im Mittelpunkt stand die Suche nach Fundamentalsystemen für binäre Formen
mit k= R, C.
Als Fundamentalsystem von fn bezeichnet man
eine minimale Menge von Kovarianten, mit der sich alle anderen Kovarianten
von fn polynomial darstellen lassen. Bis heute sind nur
Fundamentalsysteme für binäre Formen vom Grade 1 bis 6 und 8 bekannt.
Seit dem 19. Jahrhundert sind für n=7 ein Erzeugendensystem und für
n=9,10,12 Daten der meisten irreduziblen Kovarianten, der sogenannten
Grundformen, bekannt.
In dieser Arbeit wurden einige Algorithmen zur Berechnung von Grundformen
implementiert. Mit deren Hilfe konnte gezeigt werden,
dass einige Kovarianten des Erzeugendensystems von f7 reduzibel und alle
anderen irreduzibel sind.
Folglich wurde erstmalig ein korrektes Fundamentalsystem berechnet.
Zudem wurde ein fast vollständiges Fundamentalsystem für f9 ermittelt.
Es wird begründet, warum weitere Berechnungen mit diesen Algorithmen keinen
Erfolg versprechen. Die einzige Möglichkeit, relativ gute Informationen über
Fundamentalsysteme zu gewinnen, scheint die ebenfalls implementierte Siebung
Sylvesters zu sein. Zwar können mit dieser Methode keine Kovarianten
berechnet, aber Informationen über Grad und Ordnung von Grundformen
gesammelt werden.
Während damit korrekte Informationen über
Fundamentalsysteme für n ≤ 6 und n=8
ermittelt werden, ist seit langem bekannt, dass mit dieser Methode
zu wenige Grundformen für n=7 und 9 ≤ n ≤ 14 gefunden werden
können. Es wird in dieser Arbeit gezeigt, dass diese Methode auch für
n ≥ 15 zu wenige Grundformen findet.
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